Übersicht
Übersicht aller Glossar-Einträge
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Abwesenheitsmanagement
Abwesenheitsmanagement bezeichnet die systematische Verwaltung von Urlaub, Krankheit, Elternzeit und sonstigen Abwesenheiten von Mitarbeitern innerhalb eines Unternehmens.
Administrativer Prozess
Administrative Prozesse umfassen alle unterstützenden Tätigkeiten im Unternehmen wie Beschaffung, Personalverwaltung, Rechnungswesen und Dokumentenmanagement, die nicht direkt wertschöpfend sind, aber für den reibungslosen Betriebsablauf unverzichtbar.
Agentic AI
Agentic AI beschreibt eine neue Generation von KI-Systemen, die nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern eigenständig Ziele verfolgen, Entscheidungen treffen und Aktionen innerhalb von Workflows ausführen können.
Agiles Projektmanagement
Agiles Projektmanagement ist ein iterativer Ansatz zur Projektplanung und -steuerung, der auf Flexibilität, kontinuierliches Feedback und inkrementelle Lieferungen setzt – im Gegensatz zu starren Wasserfallmodellen mit festgelegten Phasenplänen.
API (Application Programming Interface)
Eine API (Application Programming Interface) ist eine Programmierschnittstelle, über die verschiedene Softwaresysteme miteinander kommunizieren und Daten austauschen können.
Audit Trail
Ein Audit Trail ist eine lückenlose, chronologische Protokollierung aller Aktivitäten, Änderungen und Entscheidungen innerhalb eines Workflows oder Systems.
Aufgabenmanagement
Aufgabenmanagement ist die systematische Planung, Zuweisung, Priorisierung und Nachverfolgung von Aufgaben innerhalb eines Workflows oder Projekts.
b
BANF (Bestellanforderung)
Eine Bestellanforderung – häufig als BANF abgekürzt – ist ein interner Antrag zur Beschaffung von Waren, Materialien oder Dienstleistungen.
Bedingte Logik (Conditional Logic)
Bedingte Logik – im Englischen Conditional Logic – bezeichnet regelbasierte Verzweigungen innerhalb eines Workflows, bei denen der weitere Ablauf von bestimmten Bedingungen abhängt.
Benachrichtigungsregeln
Benachrichtigungsregeln sind konfigurierbare Einstellungen innerhalb eines Workflow-Management-Systems, die festlegen, wer wann und über welchen Kanal über Workflow-Ereignisse informiert wird.
BGM (Budgetmanagement)
Budgetmanagement - oder kurz BGM - umfasst die Planung, Steuerung, Überwachung und Kontrolle von Budgets in Unternehmen, um sicherzustellen, dass finanzielle Mittel effizient eingesetzt und Unternehmensziele erreicht werden.
BPM
Business Process Management (BPM) ist die systematische Gestaltung, Steuerung, Dokumentation und Optimierung von Geschäftsprozessen mit dem Ziel, die Effizienz, Qualität und Flexibilität eines Unternehmens kontinuierlich zu verbessern.
BPMN
Business Process Modeling Notation
c
Change Management
Change Management bezeichnet den systematischen Ansatz zur Planung, Umsetzung und Begleitung organisatorischer Veränderungen in Unternehmen.
Checkliste (digital)
Eine digitale Checkliste ist ein strukturiertes Prüfinstrument innerhalb eines Workflows, das sicherstellt, dass alle erforderlichen Schritte eines Prozesses vollständig, korrekt und in der richtigen Reihenfolge abgearbeitet werden.
Citizen Automation
Citizen Automation ist ein Konzept, bei dem Fachbereichsmitarbeiter – also Mitarbeiter ohne IT-Hintergrund – eigenständig Automatisierungen erstellen, verwalten und optimieren.
Citizen Developer
Ein Citizen Developer ist ein Mitarbeiter aus einer Fachabteilung, der mithilfe von No-Code- oder Low-Code-Plattformen eigenständig Softwareanwendungen, Workflows und Automatisierungen erstellt – ohne über klassische Programmierkenntnisse zu verfügen.
Compliance
Compliance bezeichnet die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, branchenspezifischer Regelungen und interner Richtlinien durch ein Unternehmen. Ein effektives Compliance-Management schützt vor rechtlichen, finanziellen und reputativen Risiken.
Composable Enterprise
Das Composable Enterprise ist ein von Gartner geprägtes Architekturkonzept, bei dem Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und IT-Systeme aus modularen, austauschbaren Bausteinen zusammensetzen.
Conversational AI
Conversational AI bezeichnet KI-gestützte Dialogsysteme, die in natürlicher Sprache mit Benutzern interagieren können – typischerweise in Form von Chatbots, Sprachassistenten oder intelligenten Formularen.
d
Data Governance
Data Governance umfasst alle organisatorischen und technischen Maßnahmen zur Sicherstellung von Datenqualität, Datensicherheit, Datenschutz und einer einheitlichen Datenverwaltung im Unternehmen.
Decision Model and Notation (DMN)
Decision Model and Notation (DMN) ist ein internationaler Standard zur Modellierung und Automatisierung von Geschäftsentscheidungen, der es ermöglicht, Entscheidungslogik unabhängig von Prozessen zu definieren und wiederverwendbar zu machen.
Digital Workplace
Der Digital Workplace beschreibt eine integrierte digitale Arbeitsumgebung, die alle Werkzeuge, Workflows, Kommunikationskanäle und Informationsquellen auf einer einheitlichen Plattform oder in einem vernetzten Ökosystem zusammenführt.
Digitale Formulare
Digitale Formulare sind elektronische Eingabemasken, die papierbasierte Formulare ersetzen und als Schnittstelle zwischen Mensch und Workflow dienen.
Digitale Resilienz
Digitale Resilienz bezeichnet die Fähigkeit eines Unternehmens, trotz technischer Störungen, Cyberangriffen oder anderen digitalen Risiken handlungsfähig zu bleiben und Geschäftsprozesse aufrechtzuerhalten.
Digitale Transformation
Digitale Transformation bezeichnet den tiefgreifenden Wandel von Geschäftsmodellen, Prozessen, Organisationsstrukturen und Unternehmenskultur durch den Einsatz digitaler Technologien – weit über reine IT-Modernisierung hinaus.
Digitale Zwillinge
Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines physischen Objekts, Prozesses oder Systems, das in Echtzeit mit seinem realen Gegenstück synchronisiert wird und für Simulation, Überwachung und Optimierung genutzt werden kann.
Dokumentenmanagementsystem (DMS)
Ein Dokumentenmanagementsystem (DMS) ist eine Software zur digitalen Verwaltung, Speicherung, Versionierung und Bereitstellung von Dokumenten – von der Erfassung über die Bearbeitung bis zur Archivierung.
Dokumentensicherheit
Dokumentensicherheit umfasst alle Maßnahmen zum Schutz digitaler und physischer Dokumente vor unbefugtem Zugriff, Verlust, Manipulation und Zerstörung – ein zentraler Aspekt von Informationssicherheit und Compliance.
DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung)
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die zentrale europäische Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, die seit Mai 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten gilt.
Durchlaufzeit
Die Durchlaufzeit ist die Zeitspanne vom Start bis zum Abschluss eines Workflows oder Geschäftsprozesses.
e
End-to-End-Geschäftsprozess
Ein End-to-End-Geschäftsprozess ist ein durchgängiger Ablauf, der vom Auslöser (z.B. Kundenanfrage) bis zum Ergebnis (z.B. Lieferung und Rechnung) alle beteiligten Abteilungen, Systeme und Schritte umfasst.
ESG (Environmental, Social, Governance)
ESG bezeichnet Kriterien für ökologische Nachhaltigkeit (Environmental), soziale Verantwortung (Social) und gute Unternehmensführung (Governance), die zunehmend zur Bewertung und Steuerung von Unternehmen herangezogen werden.
Eskalationsmanagement
Eskalationsmanagement bezeichnet die automatische Weiterleitung von Aufgaben, Vorgängen oder Entscheidungen an übergeordnete Instanzen, wenn definierte Bedingungen eintreten – typischerweise das Überschreiten von Fristen, das Eintreten von Ausnahmesituationen oder die Nichteinhaltung von Service-Levels.
ETL (Extract, Transform, Load)
ETL steht für Extract, Transform, Load und beschreibt einen dreistufigen Prozess zur Datenübertragung zwischen verschiedenen Systemen.
f
Formular-Automatisierung
Formular-Automatisierung bezeichnet die automatische Verarbeitung von Formulareingaben innerhalb eines Workflows.
Freigabe-Workflow
Ein Freigabe-Workflow ist ein digitaler Prozess, der den Genehmigungsablauf für Dokumente, Anträge, Bestellungen oder andere Geschäftsvorgänge abbildet und automatisiert.
Freigabeprozess
Ein Freigabeprozess ist ein strukturierter Ablauf, in dem Dokumente, Anträge, Entscheidungen oder Arbeitsergebnisse von definierten Personen oder Instanzen geprüft und genehmigt werden, bevor sie wirksam werden.
Fristenverwaltung
Fristenverwaltung bezeichnet die systematische Überwachung, Erinnerung und Einhaltung von Terminen und Fristen innerhalb von Geschäftsprozessen.
g
Genehmigungsworkflow
Ein Genehmigungsworkflow ist ein automatisierter Ablauf, der die Prüfung und Genehmigung von Anträgen, Dokumenten oder Entscheidungen durch eine oder mehrere autorisierte Personen steuert.
Geschäftsprozess
Ein Geschäftsprozess ist eine strukturierte Abfolge von Aktivitäten, die darauf ausgerichtet ist, ein definiertes Geschäftsziel zu erreichen – etwa ein Produkt herzustellen, eine Dienstleistung zu erbringen oder einen Kundenauftrag abzuwickeln.
i
Industrie 4.0
Industrie 4.0 bezeichnet die vierte industrielle Revolution – die Vernetzung von Produktion, Logistik und Unternehmensprozessen durch cyber-physische Systeme, Internet of Things (IoT) und datengetriebene Automatisierung.
Instanziierung (eines Workflows)
Instanziierung bezeichnet den Vorgang, bei dem aus einer allgemeinen Workflow-Vorlage ein konkreter, individueller Prozessdurchlauf (Workflow-Instanz) gestartet wird – vergleichbar mit dem Anlegen eines Vorgangs aus einer Schablone.
Intelligent Automation
Intelligent Automation (IA) bezeichnet die Kombination aus Workflow-Automatisierung, Künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen, um auch komplexe, teilweise unstrukturierte Geschäftsprozesse zu automatisieren.
Internet of Things (IoT)
Internet of Things (IoT) bezeichnet die Vernetzung physischer Objekte – von Maschinen über Sensoren bis zu Alltagsgegenständen – mit dem Internet, sodass sie Daten austauschen, gesteuert und überwacht werden können.
ISO 9001
ISO 9001 ist die international anerkannte Norm für Qualitätsmanagementsysteme (QMS), herausgegeben von der International Organization for Standardization.
k
KPI (Key Performance Indicator)
Ein Key Performance Indicator (KPI) ist eine Kennzahl, die die Leistung eines Prozesses, einer Abteilung oder eines gesamten Unternehmens messbar macht.
Künstliche Intelligenz (KI)
Künstliche Intelligenz (KI) bezeichnet Computersysteme, die Aufgaben ausführen können, die normalerweise menschliche Intelligenz erfordern – wie Mustererkennung, Entscheidungsfindung, Sprachverarbeitung oder Lernen aus Daten.
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess)
KVP (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) ist ein systematischer Ansatz zur ständigen, schrittweisen Optimierung von Prozessen, Produkten und Arbeitsabläufen durch Einbindung aller Mitarbeiter – ein Kernprinzip des Lean Management.
l
Lean Management
Lean Management ist eine Managementphilosophie, die auf die systematische Vermeidung von Verschwendung in Geschäftsprozessen abzielt.
Low-Code
Low-Code bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem Softwareanwendungen und Workflows überwiegend visuell konfiguriert werden, sodass nur minimaler Programmiercode erforderlich ist – ideal für Fachanwender mit begrenzten IT-Kenntnissen.
Low-Code/No-Code-Plattform
Eine Low-Code/No-Code-Plattform ist eine Entwicklungsumgebung, die es ermöglicht, Softwareanwendungen, Workflows und Automatisierungen mit minimalem oder ganz ohne Programmieraufwand zu erstellen.
m
Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy)
Mandantenfähigkeit – im Englischen Multi-Tenancy – ist ein Architekturprinzip von SaaS-Anwendungen, bei dem mehrere Kunden (Mandanten) dieselbe Softwareinstanz und Infrastruktur nutzen, wobei ihre Daten strikt voneinander getrennt sind.
Medienbruch
Ein Medienbruch entsteht, wenn innerhalb eines Geschäftsprozesses zwischen unterschiedlichen Kommunikations- oder Datenmedien gewechselt wird – beispielsweise von einem digitalen System auf Papier, von einer Anwendung auf eine E-Mail oder von einem Telefonat zurück in eine Datenbank.
Microservices
Microservices sind ein Architekturansatz in der Softwareentwicklung, bei dem eine Anwendung aus vielen kleinen, unabhängigen Diensten besteht, die jeweils eine spezifische Geschäftsfunktion abbilden und über definierte Schnittstellen (typischerweise REST-APIs) miteinander kommunizieren.
Monitoring
Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Überwachung von Systemen, Prozessen und Kennzahlen in Echtzeit, um Probleme frühzeitig zu erkennen, Performance zu messen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
n
NFRD (Non-Financial Reporting Directive)
Die NFRD (Non-Financial Reporting Directive) ist eine EU-Richtlinie, die große Unternehmen verpflichtet, über nichtfinanzielle Aspekte wie Umwelt, Soziales, Mitarbeiter, Menschenrechte und Korruptionsbekämpfung zu berichten.
NIS-2 (Network and Information Security Directive 2)
NIS-2 ist eine EU-Richtlinie zur Cybersicherheit, die Betreiber kritischer Infrastrukturen und wichtiger Einrichtungen verpflichtet, angemessene Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen und Sicherheitsvorfälle zu melden.
No-Code
No-Code bezeichnet einen Entwicklungsansatz, bei dem Anwendungen und Workflows vollständig ohne Programmierung erstellt werden – ausschließlich durch visuelle Konfiguration und vorgefertigte Bausteine.
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Offboarding-Prozess
Der Offboarding-Prozess umfasst alle Schritte und Aufgaben, die beim Ausscheiden eines Mitarbeiters aus dem Unternehmen durchgeführt werden müssen.
Onboarding-Prozess
Der Onboarding-Prozess umfasst alle Maßnahmen und Aufgaben, die bei der Einarbeitung eines neuen Mitarbeiters anfallen – vom ersten Tag bis zur vollständigen Integration in das Team und die Unternehmensabläufe.
p
Parallele Verarbeitung
Parallele Verarbeitung in einem Workflow bedeutet, dass mehrere Prozessschritte gleichzeitig ausgeführt werden, anstatt sequenziell nacheinander abgearbeitet zu werden.
PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act)
Der PDCA-Zyklus – auch Deming-Kreis genannt – ist ein iteratives Modell zur kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen.
Predictive Analytics
Predictive Analytics bezeichnet datengestützte Analysemethoden, die auf Basis historischer Daten und statistischer Modelle Vorhersagen über zukünftige Ereignisse, Trends oder Verhaltensweisen treffen.
Process Management
Process Management (Prozessmanagement) bezeichnet die systematische Gestaltung, Steuerung, Dokumentation und Optimierung von Geschäftsprozessen mit dem Ziel, Effizienz, Qualität und Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern.
Process Mining
Process Mining ist eine datengetriebene Methode zur automatischen Analyse und Visualisierung realer Geschäftsprozesse auf Basis von Ereignisprotokolldaten (Event Logs) aus IT-Systemen.
Prozess-Steuerung
Prozess-Steuerung bezeichnet die operative Lenkung von Geschäftsprozessen in Echtzeit, um sicherzustellen, dass Ziele erreicht, Fristen eingehalten und Ressourcen optimal eingesetzt werden.
Prozessanalyse
Prozessanalyse ist die systematische Untersuchung von Geschäftsprozessen, um Schwachstellen, Engpässe, Verschwendung und Optimierungspotenziale zu identifizieren – Grundlage jeder Prozessverbesserung.
Prozessautomatisierung
Prozessautomatisierung bezeichnet den Einsatz von Technologie, um manuelle, repetitive Aufgaben und Geschäftsprozesse ohne menschliches Eingreifen ablaufen zu lassen – für höhere Effizienz, geringere Fehlerquoten und schnellere Durchlaufzeiten.
Prozessdigitalisierung
Prozessdigitalisierung bezeichnet die Umwandlung papierbasierter, manueller oder medienbruchbehafteter Geschäftsabläufe in durchgängig digitale, softwaregestützte Workflows.
Prozessinstanz
Eine Prozessinstanz ist ein einzelner, konkreter Durchlauf eines definierten Workflow-Modells mit spezifischen Daten, Beteiligten und Zeitstempeln.
Prozesslandkarte
Eine Prozesslandkarte ist eine visuelle Übersicht aller Geschäftsprozesse eines Unternehmens, gegliedert nach ihrer Funktion und ihrem Beitrag zur Wertschöpfung.
Prozessmodellierung
Prozessmodellierung ist die grafische Darstellung von Geschäftsprozessen in Form von Diagrammen, um Abläufe zu verstehen, zu dokumentieren, zu kommunizieren und als Grundlage für Optimierung und Automatisierung zu nutzen.
Prozessreife (Process Maturity)
Prozessreife – im Englischen Process Maturity – beschreibt den Entwicklungsstand der Prozessorganisation eines Unternehmens.
Prozesstreue
Prozesstreue (Process Compliance) bezeichnet das Ausmaß, in dem tatsächliche Prozessabläufe den definierten Soll-Prozessen entsprechen – ein zentraler Indikator für Prozessqualität, Compliance und Standardisierung.
r
RACI-Matrix
Die RACI-Matrix ist ein Werkzeug zur eindeutigen Zuordnung von Verantwortlichkeiten für jeden Schritt eines Prozesses oder Projekts.
Rechnungsfreigabe
Die Rechnungsfreigabe ist der interne Genehmigungsprozess für eingehende Rechnungen, der die sachliche und rechnerische Prüfung, die Kontierung und die abschließende Freigabe zur Zahlung umfasst.
Rechte- und Rollenkonzept
Ein Rechte- und Rollenkonzept ist die strukturierte Zuweisung von Berechtigungen an Benutzer oder Benutzergruppen innerhalb eines IT-Systems oder einer Workflow-Plattform.
Regelbasierte Automatisierung
Regelbasierte Automatisierung bezeichnet die Automatisierung von Prozessschritten auf Basis vordefinierter Geschäftsregeln nach dem Wenn-Dann-Prinzip.
Reisekostenabrechnung
Die Reisekostenabrechnung ist der Prozess der Erfassung, Prüfung und Erstattung von Kosten, die Mitarbeitern auf Geschäftsreisen entstehen.
REST-API
Eine REST-API (Representational State Transfer Application Programming Interface) ist ein weit verbreiteter Schnittstellenstandard für den Datenaustausch zwischen Webanwendungen.
Robotic Process Automation (RPA)
Robotic Process Automation (RPA) ist eine Technologie, bei der Software-Roboter repetitive, regelbasierte Aufgaben automatisieren, indem sie menschliche Interaktionen mit IT-Systemen nachahmen – ohne Änderung der bestehenden Anwendungen.
Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC)
Die rollenbasierte Zugriffskontrolle – im Englischen Role-Based Access Control (RBAC) – ist ein Sicherheitskonzept, bei dem Zugriffsrechte nicht einzelnen Benutzern, sondern definierten Rollen zugewiesen werden.
s
SaaS (Software as a Service)
SaaS (Software as a Service) ist ein Cloud-basiertes Bereitstellungsmodell, bei dem Software nicht lokal installiert, sondern über das Internet als Dienst bereitgestellt wird.
Self-Service-Analytics
Self-Service-Analytics ermöglicht es Fachanwendern, eigenständig Daten zu analysieren, Reports zu erstellen und Dashboards zu gestalten – ohne Abhängigkeit von IT-Abteilungen oder Datenspezialisten.
Serielle Verarbeitung
Serielle Verarbeitung bezeichnet die sequenzielle Abarbeitung von Workflow-Schritten in einer festgelegten Reihenfolge, wobei jeder Schritt erst beginnt, wenn der vorhergehende abgeschlossen ist.
Six Sigma
Six Sigma ist eine systematische Qualitätsmanagement-Methodik, die auf die Reduktion von Fehlern und Prozessvariabilität abzielt.
SLA (Service Level Agreement)
Vereinbarung über die Qualität und Reaktionszeiten eines Dienstes, die durch Workflow-Automatisierung überwacht und eingehalten werden kann.
SOP (Standard Operating Procedure)
Eine SOP (Standard Operating Procedure) ist eine standardisierte Arbeitsanweisung, die Schritt für Schritt beschreibt, wie eine bestimmte Aufgabe oder ein Prozess durchzuführen ist – essentiell für Qualitätssicherung, Compliance und Einarbeitung.
SSO (Single Sign-On)
Single Sign-On (SSO) ist ein Authentifizierungsverfahren, bei dem sich Benutzer mit einer einzigen Anmeldung Zugang zu mehreren verbundenen Anwendungen und Systemen verschaffen, ohne sich bei jeder Anwendung separat anmelden zu müssen.
Statusverfolgung
Statusverfolgung bezeichnet die Echtzeit-Überwachung des aktuellen Bearbeitungsstands von Workflows, Aufgaben und Vorgängen innerhalb eines Workflow-Management-Systems.
Stellvertreterregelung
Eine Stellvertreterregelung ist ein Mechanismus in einem Workflow-Management-System, der bei Abwesenheit eines Bearbeiters – etwa durch Urlaub, Krankheit oder Dienstreise – automatisch dafür sorgt, dass dessen Aufgaben und Genehmigungen an eine definierte Vertretung übergeben werden.
Swimlane-Diagramm
Ein Swimlane-Diagramm ist eine spezielle Form der Prozessvisualisierung, bei der der Workflow in parallele horizontale oder vertikale „Bahnen" (Lanes) unterteilt wird.
t
Template (Vorlage)
Ein Template – im Deutschen Vorlage – ist ein vorgefertigtes Muster für wiederkehrende Workflows, Formulare, E-Mails oder Dokumente, das die Erstellung neuer Prozesse beschleunigt und Konsistenz über alle Instanzen hinweg sicherstellt.
Ticketsystem
Ein Ticketsystem ist eine Softwarelösung zur systematischen Erfassung, Kategorisierung, Zuweisung und Nachverfolgung von Anfragen, Störungen oder Aufgaben.
Total Experience (TX)
Total Experience (TX) ist ein von Gartner geprägtes Konzept, das die Mitarbeitererfahrung (Employee Experience, EX), die Kundenerfahrung (Customer Experience, CX) und die Nutzererfahrung (User Experience, UX) zu einer ganzheitlichen Strategie verbindet.
v
Versionierung
Versionierung bezeichnet die systematische Verwaltung unterschiedlicher Versionen von Workflows, Dokumenten, Formularen oder Konfigurationen.
Vertragsverwaltung
Vertragsverwaltung umfasst die digitale Erfassung, Überwachung und Verwaltung aller Verträge eines Unternehmens – von Lieferantenverträgen über Mietverträge und Wartungsvereinbarungen bis hin zu Arbeitsverträgen und Versicherungspolicen.
Vier-Augen-Prinzip
Das Vier-Augen-Prinzip ist ein Kontrollmechanismus, bei dem wichtige Entscheidungen, Transaktionen oder Freigaben von mindestens zwei unabhängigen Personen geprüft und bestätigt werden müssen.
w
Wartungsprotokoll
Ein Wartungsprotokoll ist die strukturierte Dokumentation durchgeführter Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an Maschinen, Anlagen, Gebäuden oder Fahrzeugen.
Webhook
Ein Webhook ist ein ereignisgesteuerter Kommunikationsmechanismus, bei dem ein System automatisch Daten an ein anderes System sendet, sobald ein bestimmtes Ereignis eintritt.
Wertschöpfungskette
Die Wertschöpfungskette (Value Chain) ist die Gesamtheit aller Aktivitäten und Prozesse, die ein Unternehmen durchläuft, um ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entwickeln, herzustellen und an den Kunden zu liefern.
Wertschöpfungsprozess
Ein Wertschöpfungsprozess ist ein Geschäftsprozess, der direkt zum Kundennutzen beiträgt und für den der Kunde bereit ist zu zahlen – im Gegensatz zu unterstützenden oder administrativen Prozessen.
Wertstromanalyse (Value Stream Mapping)
Die Wertstromanalyse – im Englischen Value Stream Mapping (VSM) – ist eine Methode aus dem Lean Management zur Visualisierung und Analyse aller Aktivitäten, die zur Erstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen.
Workflow-Management-System
Ein Workflow-Management-System (WfMS) ist eine Software-Plattform zur Modellierung, Ausführung, Überwachung und Optimierung von Geschäftsprozessen – das zentrale Werkzeug für digitale Prozessautomatisierung.