Compliance
Compliance bezeichnet die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, branchenspezifischer Regelungen und interner Richtlinien durch ein Unternehmen. Ein effektives Compliance-Management schützt vor rechtlichen, finanziellen und reputativen Risiken.
Compliance bedeutet Regelkonformität – die Sicherstellung, dass ein Unternehmen alle relevanten Gesetze, Vorschriften, Normen und interne Regelwerke einhält. Dazu gehören beispielsweise die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), Arbeitssicherheitsvorschriften, ISO-Normen, branchenspezifische Regulierungen wie GxP in der Pharmaindustrie oder die NIS-2-Richtlinie für kritische Infrastrukturen.
Steigende Compliance-Anforderungen
Die Anforderungen an Compliance sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Verstöße können empfindliche Bußgelder, Haftungsrisiken und Reputationsschäden nach sich ziehen. Gleichzeitig wird die Dokumentationspflicht immer umfangreicher: Unternehmen müssen nachweisen können, dass sie Prozesse einhalten, Schulungen durchführen und Kontrollen umsetzen.
Aufbau eines Compliance-Management-Systems
Ein wirksames Compliance-Management umfasst mehrere Ebenen: die Identifikation relevanter Vorgaben, die Integration in Geschäftsprozesse, die Schulung der Mitarbeiter, die Überwachung der Einhaltung und die lückenlose Dokumentation. Manuelle Compliance-Prozesse sind fehleranfällig und oft nicht audit-sicher.
Digitale Compliance durch Workflow-Automatisierung
Digitale Workflow-Systeme unterstützen Compliance durch Automatisierung und Nachvollziehbarkeit. Genehmigungsprozesse werden verpflichtend eingehalten, Vier-Augen-Prinzipien werden systemseitig durchgesetzt, Fristen werden überwacht, und jeder Prozessschritt wird in einem revisionssicheren Audit Trail protokolliert. Bei Audits können alle relevanten Nachweise automatisch bereitgestellt werden.
Beispiele für Vorlagen für Compliance-Workflows in Flow360:
Compliance-Workflows für den Mittelstand
Plattformen wie Flow360 bieten vorkonfigurierte Compliance-Workflows für typische Anwendungsfälle wie DSGVO-Löschanfragen, Arbeitssicherheits-Checklisten oder GMP-konforme Freigabeprozesse. Unternehmen können ihre individuellen Compliance-Anforderungen ohne Programmierkenntnisse abbilden und bleiben gleichzeitig flexibel bei regulatorischen Änderungen.
Citizen Developer
Ein Citizen Developer ist ein Mitarbeiter aus einer Fachabteilung, der mithilfe von No-Code- oder Low-Code-Plattformen eigenständig Softwareanwendungen, Workflows und Automatisierungen erstellt – ohne über klassische Programmierkenntnisse zu verfügen.
Composable Enterprise
Das Composable Enterprise ist ein von Gartner geprägtes Architekturkonzept, bei dem Unternehmen ihre Geschäftsprozesse und IT-Systeme aus modularen, austauschbaren Bausteinen zusammensetzen.