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Decision Model and Notation (DMN)

Decision Model and Notation (DMN) ist ein internationaler Standard zur Modellierung und Automatisierung von Geschäftsentscheidungen, der es ermöglicht, Entscheidungslogik unabhängig von Prozessen zu definieren und wiederverwendbar zu machen.

DMN (Decision Model and Notation) ist ein von der Object Management Group (OMG) entwickelter Standard, der analog zu BPMN für Prozesse eine einheitliche Notation für Geschäftsentscheidungen bereitstellt. DMN ermöglicht es, Entscheidungslogik strukturiert, nachvollziehbar und maschinenlesbar zu modellieren – beispielsweise in Form von Entscheidungstabellen oder Entscheidungsbäumen.

Funktionsweise in der Praxis

Ein typisches Beispiel: Die Entscheidung, welche Genehmigungsstufen für eine Bestellanforderung erforderlich sind, hängt von mehreren Faktoren ab – Bestellwert, Warengruppe, Lieferant, Budget-Status. In klassischen Workflows wird diese Logik oft direkt in den Prozess eingebaut. Mit DMN wird die Entscheidungslogik separat modelliert und kann von verschiedenen Prozessen wiederverwendet werden.

Vorteile

Der Vorteil: Geschäftsregeln sind transparent, zentral verwaltbar und können ohne Änderung am Prozess angepasst werden. Wenn sich beispielsweise Freigabegrenzen ändern, muss nur die DMN-Tabelle aktualisiert werden, nicht der gesamte Workflow. Das erhöht die Agilität und reduziert Wartungsaufwände.

Weitere Aspekte

DMN besteht aus zwei Hauptkomponenten: Decision Requirements Diagrams (DRD) visualisieren, welche Entscheidungen von welchen Eingaben und Unterentscheidungen abhängen. Decision Tables definieren die konkrete Logik in tabellarischer Form – eine Notation, die auch von Fachanwendern ohne IT-Kenntnisse verstanden wird.

Weitere Aspekte

Moderne BPM- und Workflow-Systeme unterstützen DMN, um regelbasierte Automatisierung zu ermöglichen. Plattformen wie Flow360 integrieren DMN-ähnliche Entscheidungslogik in ihre Workflow-Engine und ermöglichen es, komplexe Geschäftsregeln visuell zu konfigurieren – ohne Code, aber mit voller Flexibilität. Für mittelständische Unternehmen bedeutet das: Mehr Transparenz, schnellere Anpassungen und eine klare Trennung zwischen Prozesslogik und Entscheidungslogik.