End-to-End-Geschäftsprozess
Ein End-to-End-Geschäftsprozess ist ein durchgängiger Ablauf, der vom Auslöser (z.B. Kundenanfrage) bis zum Ergebnis (z.B. Lieferung und Rechnung) alle beteiligten Abteilungen, Systeme und Schritte umfasst.
End-to-End-Geschäftsprozesse (E2E) betrachten einen Ablauf ganzheitlich über alle Organisations- und Systemgrenzen hinweg. Statt isolierter Teilprozesse in einzelnen Abteilungen wird der gesamte Wertstrom vom Kunden zum Kunden abgebildet. Ein klassisches Beispiel ist der Order-to-Cash-Prozess: Er beginnt mit der Kundenanfrage, durchläuft Angebotserstellung, Auftragserfassung, Produktion, Versand, Rechnungsstellung und endet mit dem Zahlungseingang.
Überblick und Funktionsweise
Die End-to-End-Perspektive offenbart oft, dass einzelne Abteilungen zwar effizient arbeiten, aber an den Schnittstellen Medienbrüche, Wartezeiten und Fehlerquellen entstehen. Informationen werden mehrfach erfasst, Dokumente wandern zwischen Systemen, Abstimmungen erfolgen per E-Mail oder Telefon. Das Ergebnis: Lange Durchlaufzeiten, hohe Fehlerquoten und frustrierte Kunden.
Digitale Umsetzung
Prozessdigitalisierung zielt darauf ab, End-to-End-Prozesse durchgängig zu automatisieren. Ein digitaler Workflow verbindet alle Beteiligten und Systeme: Die Kundenanfrage wird über ein Webformular erfasst, automatisch in ein CRM-System übernommen, zur Angebotserstellung weitergeleitet, nach Auftragseingang ins ERP übertragen, die Produktion angestoßen, der Versand getriggert und die Rechnung automatisch erstellt. An jeder Schnittstelle werden Daten übergeben, ohne manuelle Eingriffe.
Vorteile
Vorteile von digitalisierten End-to-End-Prozessen:
- Kürzere Durchlaufzeiten: Keine Medienbrüche, keine Wartezeiten
- Höhere Qualität: Weniger Übertragungsfehler, konsistente Daten
- Transparenz: Jederzeit sichtbar, wo ein Vorgang steht
- Kundenzufriedenheit: Schnellere Reaktionszeiten, zuverlässigere Lieferung
Weitere Aspekte
Plattformen wie Flow360 ermöglichen die Orchestrierung von End-to-End-Prozessen über API-Integrationen, Webhooks und Low-Code-Konnektoren. Fachabteilungen können abteilungsübergreifende Workflows gestalten und so Silos aufbrechen – ein entscheidender Schritt hin zu einer prozessorientierten Organisation.
Durchlaufzeit
Die Durchlaufzeit ist die Zeitspanne vom Start bis zum Abschluss eines Workflows oder Geschäftsprozesses.
ESG (Environmental, Social, Governance)
ESG bezeichnet Kriterien für ökologische Nachhaltigkeit (Environmental), soziale Verantwortung (Social) und gute Unternehmensführung (Governance), die zunehmend zur Bewertung und Steuerung von Unternehmen herangezogen werden.