Medienbruch
Ein Medienbruch entsteht, wenn innerhalb eines Geschäftsprozesses zwischen unterschiedlichen Kommunikations- oder Datenmedien gewechselt wird – beispielsweise von einem digitalen System auf Papier, von einer Anwendung auf eine E-Mail oder von einem Telefonat zurück in eine Datenbank.
Jeder Medienbruch ist eine potenzielle Fehlerquelle und verursacht Verzögerungen im Prozessablauf.
Einsatzfelder und Anwendungen
Typische Medienbrüche im Unternehmensalltag: Ein Bestellformular wird digital ausgefüllt, dann ausgedruckt, per Hand unterschrieben, eingescannt und per E-Mail weitergeleitet. Oder: Daten aus einer Excel-Tabelle werden manuell in ein ERP-System übertragen. Oder: Ein Kundenwunsch wird telefonisch aufgenommen und anschließend in ein Ticketsystem eingetippt. Bei jedem dieser Wechsel besteht die Gefahr, dass Informationen verloren gehen, falsch übertragen werden oder Verzögerungen entstehen.
Digitale Umsetzung
Die Beseitigung von Medienbrüchen ist eines der Hauptziele der Workflow-Automatisierung. Ein durchgängig digitaler Workflow stellt sicher, dass Daten einmal erfasst und anschließend automatisch durch alle Prozessschritte weitergereicht werden. Digitale Unterschriften ersetzen die Druck-Unterschreib-Scan-Kette. API-Integrationen übernehmen den Datenaustausch zwischen Systemen. Automatische Dokumentengenerierung erstellt PDFs direkt aus Formulardaten.
Anwendung im Mittelstand
Für den deutschen Mittelstand ist die Reduzierung von Medienbrüchen oft der erste und wirkungsvollste Schritt der Digitalisierung. Der Effekt ist sofort spürbar: kürzere Durchlaufzeiten, weniger Fehler, höhere Datenqualität und zufriedenere Mitarbeiter, die sich nicht mehr mit umständlichen Arbeitsrundläufen befassen müssen. Flow360 hilft Unternehmen, Medienbrüche systematisch zu identifizieren und durch durchgängig digitale Workflows zu ersetzen.
Mandantenfähigkeit (Multi-Tenancy)
Mandantenfähigkeit – im Englischen Multi-Tenancy – ist ein Architekturprinzip von SaaS-Anwendungen, bei dem mehrere Kunden (Mandanten) dieselbe Softwareinstanz und Infrastruktur nutzen, wobei ihre Daten strikt voneinander getrennt sind.
Microservices
Microservices sind ein Architekturansatz in der Softwareentwicklung, bei dem eine Anwendung aus vielen kleinen, unabhängigen Diensten besteht, die jeweils eine spezifische Geschäftsfunktion abbilden und über definierte Schnittstellen (typischerweise REST-APIs) miteinander kommunizieren.