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Prozess-Steuerung

Prozess-Steuerung bezeichnet die operative Lenkung von Geschäftsprozessen in Echtzeit, um sicherzustellen, dass Ziele erreicht, Fristen eingehalten und Ressourcen optimal eingesetzt werden.

Prozess-Steuerung (Process Control oder Process Governance) ist die aktive, operative Lenkung von Prozessabläufen. Während Prozessmanagement strategisch und langfristig ausgerichtet ist, fokussiert Prozess-Steuerung auf das Tagesgeschäft: Sind Workflows im Plan? Werden Fristen eingehalten? Müssen Ressourcen umverteilt werden? Wo ist Eskalation nötig?

Prozess-Steuerung umfasst mehrere Ebenen:

Workflow-Steuerung: Automatische Zuweisung von Aufgaben, Weiterleitung nach Regeln, Eskalation bei Fristüberschreitung, Benachrichtigung von Beteiligten.

Ressourcensteuerung: Verteilung von Arbeitslast auf verfügbare Bearbeiter, Vermeidung von Überlastung, Stellvertreterregelungen.

Priorisierung: Dringende oder kritische Prozessinstanzen erhalten Vorrang, weniger wichtige werden zurückgestellt.

Ausnahmebehandlung: Abweichungen vom Standardprozess werden erkannt und speziell behandelt – manuell oder regelbasiert.

Performance-Steuerung: Überwachung von KPIs und Eingreifen bei Zielabweichungen.

In manuell gesteuerten Prozessen erfolgt Steuerung oft reaktiv: Probleme werden erst sichtbar, wenn Kunden nachfragen oder Fristen verstrichen sind. Digitale Prozess-Steuerung ist proaktiv: Dashboards zeigen in Echtzeit, wo Engpässe entstehen, automatische Regeln greifen ein, bevor Probleme eskalieren.

Beispiele für automatisierte Prozess-Steuerung

  • Ein Urlaubsantrag liegt seit 3 Tagen beim Vorgesetzten → Erinnerung wird automatisch versandt
  • Die Auslastung eines Sachbearbeiters überschreitet 100% → Neue Aufgaben werden anders verteilt
  • Ein kritischer Kundenauftrag gerät in Verzug → Eskalation an Geschäftsführung
  • Eine Rechnung kann nicht automatisch verarbeitet werden → Manuelle Prüfung wird getriggert

Workflow-Management-Systeme wie Flow360 bieten umfassende Steuerungsfunktionen: Regelbasierte Routing-Logik, dynamische Priorisierung, Eskalationsmanagement, Echtzeit-Dashboards und Benachrichtigungsregeln. So wird Prozess-Steuerung von manueller Koordination zu intelligenter Orchestrierung – effizienter, zuverlässiger und transparent.