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Prozessmodellierung

Prozessmodellierung ist die grafische Darstellung von Geschäftsprozessen in Form von Diagrammen, um Abläufe zu verstehen, zu dokumentieren, zu kommunizieren und als Grundlage für Optimierung und Automatisierung zu nutzen.

Prozessmodellierung ist die visuelle Abbildung von Geschäftsprozessen. Statt seitenlanger Textbeschreibungen werden Abläufe in standardisierten Diagrammen dargestellt – mit Symbolen für Aktivitäten, Entscheidungen, Verantwortlichkeiten und Systemschnittstellen. Ziel ist es, komplexe Abläufe verständlich, eindeutig und nachvollziehbar zu machen.

Überblick und Funktionsweise

Die bekannteste Notation ist BPMN (Business Process Model and Notation) – ein internationaler Standard der Object Management Group (OMG). BPMN bietet ein umfangreiches Set an Symbolen für Aufgaben, Events, Gateways (Entscheidungen), Swimlanes (Verantwortlichkeiten) und Datenflüsse. BPMN-Modelle können sowohl von Menschen gelesen als auch von Workflow-Engines ausgeführt werden.

Weitere Aspekte

Andere Notationen sind:

  • Flussdiagramme (Flow Charts) – einfach, aber weniger ausdrucksstark
  • EPK (Ereignisgesteuerte Prozesskette) – vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet
  • UML-Aktivitätsdiagramme – aus der Softwareentwicklung
  • Swimlane-Diagramme – betonen Verantwortlichkeiten über Abteilungen hinweg

Weitere Aspekte

Prozessmodellierung erfüllt mehrere Zwecke:

Weitere Aspekte

Dokumentation: Wissen über Abläufe wird explizit gemacht und bleibt erhalten, auch wenn Mitarbeiter wechseln.

Weitere Aspekte

Kommunikation: Beteiligte aus verschiedenen Abteilungen erhalten ein gemeinsames Verständnis des Prozesses.

Weitere Aspekte

Analyse: Schwachstellen, Redundanzen und Optimierungspotenziale werden sichtbar.

Weitere Aspekte

Schulung: Neue Mitarbeiter lernen Prozesse schneller.

Digitale Umsetzung

Automatisierung: Modelle dienen als Blaupause für digitale Workflows.

Weitere Aspekte

In modernen Workflow-Plattformen erfolgt Modellierung nicht in separaten Tools, sondern direkt in der Ausführungsumgebung. Plattformen wie Flow360 bieten visuelle Editoren, in denen Prozesse per Drag & Drop modelliert und unmittelbar als ausführbare Workflows genutzt werden können – ohne Medienbruch zwischen Modell und Umsetzung. So wird Prozessmodellierung von der theoretischen Übung zum praktischen Werkzeug für agile Prozessgestaltung.