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Wertstromanalyse (Value Stream Mapping)

Die Wertstromanalyse – im Englischen Value Stream Mapping (VSM) – ist eine Methode aus dem Lean Management zur Visualisierung und Analyse aller Aktivitäten, die zur Erstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beitragen.

Sie zeigt sowohl wertschöpfende als auch nicht-wertschöpfende Schritte und macht Verschwendung, Wartezeiten und Engpässe systematisch sichtbar.

Einsatzfelder und Anwendungen

Eine Wertstromanalyse erfasst den gesamten Fluss von Material und Informationen – vom Kundenauftrag bis zur Lieferung des fertigen Produkts oder der erbrachten Dienstleistung. Dabei werden für jeden Prozessschritt Kennzahlen wie Bearbeitungszeit, Wartezeit, Fehlerquote und Ressourceneinsatz erhoben. Die Gegenüberstellung von Bearbeitungszeit und Gesamtdurchlaufzeit offenbart typischerweise erhebliche Effizienzpotenziale: Häufig macht die tatsächliche Wertschöpfung nur einen Bruchteil der Gesamtdurchlaufzeit aus.

Digitale Umsetzung

Im Kontext der Workflow-Automatisierung ist die Wertstromanalyse ein wertvolles Vorbereitungsinstrument: Bevor ein Prozess automatisiert wird, hilft sie dabei, unnötige Schritte zu eliminieren, den Soll-Prozess zu definieren und die erwarteten Verbesserungen zu quantifizieren. Es wäre ein Fehler, einen ineffizienten Prozess einfach digital abzubilden – die Wertstromanalyse stellt sicher, dass zunächst der Prozess selbst optimiert wird, bevor er automatisiert wird.

Weitere Aspekte

Für mittelständische Unternehmen lässt sich eine pragmatische Wertstromanalyse in einem Workshop-Format durchführen, ohne externe Berater engagieren zu müssen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Gestaltung der Workflows ein. Flow360 unterstützt diesen Ansatz durch seine visuelle Prozessmodellierung und die Möglichkeit, Prozesse iterativ zu verbessern.